Augendiagnose als Spiegel des Körpers

Was bringt uns in der heutigen Zeit die Betrachtung der Augen?

Die Augendiagnose oder auch Irisdiagnose genannt, ist die Lehre zur Erfassung der persönlichen Konstitution und dem systemischen Zustand des menschlichen Körpers und gehört schon in der alten Medizin als Diagnoseverfahren. Die einzigartige Gewebestruktur in der Iris steht im Zusammenhang mit dem Bindegewebe des Menschen und kann somit ausgezeichnet als Diagnostikum eingesetzt werden. Gearbeitet wird mit einem Irismikroskop und einer Lichtquelle, welches dazu dient, das Auge, speziell die Iris, detailliert zu betrachten. Verschiedene Diagnostiker arbeiten zusätzlich mit der Ablichtung der Iriden um die Bilder zu einem späteren Zeitpunkt nochmals zu betrachten oder zur Anschauung und Besprechung mit der Klientin oder des Klienten. Die Behandlung dauert lediglich ein paar Minuten und ist somit völlig schmerzfrei und birgt keine Risiken.

Anhand Veränderungen von Farbe und Struktur kann der Augendiagnostiker mögliche Störungen in den entsprechenden Organen oder Organsystemen des Patienten feststellen. Werden nun beispielsweise verschiedene Zeichen einer Bindegewebsschwäche in der Iris festgestellt, bedeutet dies unter anderem eine Neigung zur Unterfunktion der Regulationsprozesse und der Immunfunktionen im Organismus. Das heisst vor allem die Lymphkapillaren und das Immunsystem sind eingeschränkt und der Organismus kann nicht adäquat auf Reize reagieren. Der Mensch besitzt komplexe Mechanismen, um diese Schwäche eine gewisse Zeit lang zu kompensieren, doch bei lang anhaltendem Ungleichgewicht kommt auch dieser in Not und schaltet auf Ersatzreaktionen um, welche wir dann zum Beispiel als Neurodermitis, Allergien, chronische Infekte und Schmerzen im Bewegungsapparat wahrnehmen.

"Die Konstitution bildet das Grundprogamm des Menschen.

Sie koordiniert sämtliche physiologische Abläufe im Organismus"

Die bestimmte Anordnung und der Aufbau der ganzen Iris ergibt die Konstitution, das heisst, die erblich festgelegte Reaktionsweise eines Menschen auf äussere und innere Reize. Verglichen mit einem PC oder Smartphone, ist sie das Betriebssystem, welches sämtliche Prozesse koordiniert und steuert. Mit ihr kann der Therapeut die genauen Therapiekonzepte und die dazugehörige Therapiemethoden bestimmen. Das ist wichtig, denn eine Konstitution mit einem sehr starken, aber fein ansprechenden Nervensystem muss anders therapiert werden als eine reaktionsschwache Konstitution. Dieses Grundprogramm bestimmt auch unsere Schwachstellen und zeigt eine „Leitschiene“, auf der die meisten Krankheiten während eines Lebens ablaufen. Durch den jeweiligen Lebensstil und dem Umgang mit unserem Organismus, wird die eigne Konstitution dementsprechend gestärkt oder gegebenenfalls geschwächt.

Sind Konstitution und Organlage bestimmt, kann damit generell für eine Verbesserung der körperlichen Situation gesorgt oder parallel zu einer symptomatischen Behandlung ergänzt werden. Denn wird die eigene Konstitution gestärkt, verfügt der Organismus über bessere Voraussetzungen innere Ungleichgewichte auszugleichen und Gesundheit zu ermöglichen.

"keine Iris gleicht der Anderen, sie steht als

persönliches Merkmal eines Menschen"

Ebenfalls müssen auch die Grenzen der Augendiagnose erwähnt werden. Mit der Irisdiagnostik ist es nicht möglich, eine Schulmedizinische Diagnose wie Mittelohrenentzündung, Magenulkus, Leberzirrhose etc. zu bestimmen. Die Augendiagnose gibt uns Fingerzeige auf belastete Bereiche, gestörte Regelkreise, entgleiste Stoffwechsel etc. Somit ist Sie kein Ersatz klinischer Methoden, sondern vielmehr dient sie als wichtige zusätzliche diagnostische Hilfe für naturheilkundlich, ganzheitlich denkende und handelnde Therapeuten.